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christin-zarzinsky-2Christin Zarzinsky, geboren 1980 in Hamburg, ist freischaffende Performance-, Tanz- und Improvisationskünstlerin sowie -vermittlerin, Kulturmanagerin, zertifizierte Yogalehrerin, Pilates-Trainerin und Shiatsu-Praktizierende.
Als geförderte Künstlerin absolviert sie derzeit eine zweijährige Tanzfortbildung ‚Tanz der Gegenwart‘ bei Wilma Vesseur in Hamburg. Ab Oktober 2019 studiert sie parallel ‚Zeitgenössische Kunst seit den 1960er Jahren‘ an der Universität Hamburg im Rahmen einer berufsbegleitenden Weiterbildung für die sie ebenfalls eine Förderung erhalten hat.
Nach dem Abitur, Au-Pair-Tätigkeit in den USA, Praktika in den audio-visuellen Medien in Berlin und Hamburg, absolviert sie zunächst eine Ausbildung zur Tonassistentin sowie zur Werbekauffrau, arbeitet anschließend als Kontakterin in PR- und Werbeagenturen sowie lange Zeit als Referentin für Marketing und Öffentlichkeitsarbeit am Deutschen Schauspielhaus, bevor sie samt diverser Aus- bzw. Weiterbildungen und eigenen Projekten in die Selbstständigkeit in Performance, Tanz, Kunst, Kulturmanagement und Körperarbeit wechselt. Längere berufliche Aufenthalte führen sie nach Berlin (2010-2011) und Paris (2011-2014). Seit Ende 2014 lebt und arbeitet sie schwerpunktmäßig wieder in Hamburg.
Ihre künstlerische Arbeit, unter Einbezug der experimentellen Körperarbeit, befindet sich an der Schnittstelle zwischen Performance, Tanz, Theater und bildender Kunst. Insbesondere die Live Art und Improvisation – von improvisierten Tanzperformances mit Einflüssen aus contemporary dance, Butoh, Hip Hop, Stimmarbeit und Mimik/physical theatre – auf der Bühne, Museen, Gallerien oder als site specific performance im öffentlichen Raum – meist unter Einbeziehung des Publikums – zeigt sich in ihrem künstlerischen Ausdruck. Ferner experimentiert sie in ihrer Kunst mit dem Spiel der Wiederholung, slow motion, Wahrnehmung, Perspektivenwechsel und der Konfrontation des Betrachters mit seinen Grenzen und Konditionierung (bspw. Guerilla-Performance in der Modern Tate, London). An ihrer künstlerischen partizipativen Arbeit ist ihr besonders das gemeinsame Erleben im Moment wichtig und die Möglichkeit für das teilnehmende Publikum, eine eigene sensorische künstlerische Erfahrung – zu einem meist politisch-gesellschaftlich relevanten Thema – zu machen, gar selbst das Kunstwerk zu sein und das Potential der eigenen Kreativität zu entdecken.
Neben eigener künstlerischer Arbeiten sind diverse Kollaborationen entstanden mit KünstlerInnen wie Isabelle Schad, Schorsch Kamerun, José Vidal & Company, Patricia Carolin Mai, Chicks On Speed, COPS (corporate of people´s situation), Kerstin Schomburg oder den Hallo Festspielen Hamburg (ehemaliges Gründungsmitglied). Seit 2018 widmet sie sich der Etablierung des eigens entwickelten Tanz-Performance-Kunst-Diskurs-Projekts ‚collaboral movement‘.

Foto © Kerstin Schomburg

Künstlerische Arbeiten (Auswahl)
2019
collaboral movement im Rahmen von ‚Copenhagenize‘ in Kopenhagen, Heinrich Böll Stiftung NRW
• collaboral movement im Rahmen der Ausstellung ‚Wenn Roboter und KI für uns arbeiten‘ sowie zur Langen Nacht der Museen, Museum der Arbeit, Hamburg
2018
• collaboral movement, Performance Garten, Köln, Konzept und Performance Christin Zarzinsky
• Tänzerin in ‚Rito de primavera‘, Choregraphie José Vidal & Company, Kampnagel Hamburg
2017
• Performerin in ‚Katastrophenstimmung’, Regie Schorsch Kamerun, Deutsches Schauspielhaus, Hamburg
• Performerin in ‚wuff ciao‘, Kollaboration mit Matt Vogel, im Rahmen der Ausstellung ‚Drei‘, Galerie nachtspeicher e.V., Hamburg
• Performancesession ‚verbennomen‘, Kollaboration mit cops corporate of people´s situations, Kunstverein Harburger Bahnhof, Hamburg
• Performances ‚betreff: alltag’, Kollaboration diverse Künstler*innen, Jahresausstellung Hochschule für bildendende Künste, Hamburg
2016
• Choreografin, Tänzerin, Performer in ‚Die disparate Stadt’, Regie Schorsch Kamerun, Deutsches Schauspielhaus, Hamburg
• Tänzerin/Performer in ‚Catan Allay‘, Choreographie Patricia Carolin Mai, Kampnagel, Hamburg
2015
• Konzept und Performance der ’natural high area- eine Entschleunigungsperformance’, Hallo Festspiele, Hamburg
• Gründungsmitglied der Hallo Festspiele, Hamburg
• Tänzerin und Performer in ‚collective jumps’, Konzept und Choreographie Isabelle Schad, Live Art Festival Kampnagel, Hamburg
2012
• Konzept und Performance ‚when is it gonna start? now!? – eine Guerrilla Performance, Modern Tate Museum, London
2011
• Kollaboration mit Chicks On Speed u. a. Künstlerinnen (Anat Ben-David, Kroot Jurak, Nadine Jessen, Jasmina Maschina, Kathi Glas, Ester g. Mecias, Meritxell Romanos, Gaelle Scali) zu ‚Chicks On Speed – cultural workship now‘, Kunstraum Kreuzberg Bethanien, Berlin
• Moderatorin, Performance, künstlerische Programmgestaltung von Berlin Creamcake
• Performance, Konzeption und Produktion ‚Alle auf den Rasen! Die ersten internationalen WM- Hoffestspiele’ anlässlich der Fußball-WM der Frauen in Kooperation mit den Maiden Monsters, Missy Magazine und Südblock, Berlin
• Performer in ‚if not us, who? if not now, when?‘ von Anetta Mona Chisa und Lucia Tkacova, Kampnagel, Hamburg
2009
• Konzept und Performance ‚Westerwelle und die Merkelin‘, Kantine des Deutsches Schauspielhauses, Hamburg

Förderungen/residencies
Förderung für Weiterbildungsstudium ‚Zeitgenössische Kunst seit den 1960er Jahren‘ an der Universität Hamburg 
• Förderung für 2-jährige Tanzfortbildung ‚Tanz der Gegenwart‘, Leitung Wilma Vesseur, (Improvisation, Contemporary Dance, Contact, Body-Mind-Centering, Viewpoints, Performance, Authentic Movement, Kreistänze ) seit 2019
• Einladung zum Städtelabor im Rahmen des Favoriten Festivals (NRW), 2018
research residency in Aberystwyth/Wales, 2018
• Einladung zum Städtelabor im Rahmen des Hauptsache Frei Festivals, Hamburg, 2016
• Förderung der Hallo-Festspiele (ehemaliges Gründungsmitglied) durch den Elbkulturfonds, Hamburg, 2016
• Förderung Künstlercoaching durch Hamburger Kreativgesellschaft, 2015
• Existenzgründungszuschuss als Performancekünstlerin, Stadt Berlin, 2011

Mitgliedschaften, Verbände
Mitglied im Dachverband der freien darstellenden Künste (DfdK) Hamburg

Foto © Matt Vogel