Listening – von der Kunst des Zuhörens (Premiere 4.9.2021)

Listening – von der Kunst des Zuhörens
eine ZuHörRaum-Experience und Exploration im urbanen Raum
im Rahmen des ART OFF Hamburg Kultursommer

Premiere: 4. September 2021
Beginn: 15 Uhr (Dauer ca. 2 h)
Ort:
Überdachter Spielplatz Quartierspark Mitte Altona, Nähe Straße An der Kleiderkasse 13, 22765 Hamburg
Weitere Termine: 5. September 2021, 15 -17 Uhr

‚Was hören wir? Wie hören wir? Welche Geräusche nehmen wir wahr? Was hören wir bewusst? Kann man Stille hören? Was bedeutet Zuhören? Wie trägt Zuhören zum Miteinander bei?`
Die Tanz- und Performancekünstlerin Christin Zarzinsky gibt praktische Einblicke in ihre künstlerische Arbeit und Recherche zu ihrer jüngsten Arbeit ‚Listening- von der Kunst des (Zu)hörens‘ und erkundet dabei gemeinsam mit Publikum den urbanen Raum im Quartierspark Mitte Altona im Rahmen einer somatic Performance bzw. eines Listening-Sound-Raum-Experiments.
– Keinerlei Vorkenntnisse in Tanz, Performance und Körperarbeit erforderlich – 

Der Rechercheprozess zur Idee eines ZuHör-Raum-Experiments ‚Listening – von der Kunst des (Zu)hörens‘ wurde ‚gefördert vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien‘.

IMPRESSIONEN DER LISTENING_PREMIERE AM 4. UND 5. SEPTEMBER 2021

LOCATION ‚NEUE MITTE ALTONA IN HAMBURG‘ DER LISTENING – ZUHÖRRAUM-EXPERIENCE 

EINBLICKE IN DIE KÜNSTLERISCHE RECHERCHE-ARBEIT
Recherche-Prozess in Bildsprache – Experimente im Freien – Wahrnehmung und Perspektive verändern

RECHERCHE IM STADT- UND INNENRAUM, IM KÖRPERRAUM UND IN DER NATUR
Zuhören mit allen Sinnen – Zuhören von Innen heraus – Zuhören als Präsenzpraxis

MOVEMENT RESEARCH
im Proberaum, im Freien in der Natur

DER VORANGEHENDE RECHERCHE PROZESS
Phase 1 ‚Vorbereitung Einkehr und tuning in‘ (23.12.2020 – 3.1.2021)
Mein Recherche zur Erkundung der Kunst des Zuhörens samt ihrer Bedeutung für demokratisches Miteinander als Idee und Basis zur Entwicklung einer partizipativen Performance bzw. Hör-Raum-Experiment beginnt vorbereitend mit der Einkehr in die Stille und in die Leere. Handy aus, keine Kontakte beruflich/privat offline/online. Ich praktiziere Meditation in Stille und in Bewegung über Tanz, Yoga, Lauftraining, Spaziergänge. Ich fokussiere auf das innere und äußere Hören und Zuhören.
Beim täglichen Experiment ‚Hör-Spaziergang‘ folge ich Geräuschen als Wegweiser. Beobachtung: Körper und Geist werden klarer, feiner, zentrierter, aufnahmefähiger.

Phase 2 ‚Vertiefung tuning in‘ (4.1. – 28.1.2021)
Ich behalte die Reduzierung von Kommunikation und Medien zur Praxisvertiefung im Berufs- und Privatleben weites gehend bei und führe die tägliche Meditation 5h in Bewegung über Tanz, Stille und Hör-Spaziergänge als Hör-Konzentrationsübung fort. Ich unterrichte online-Kurse und bereite online-Workshops für Tanz, Performance und neurographisches Zeichnen inkl. Zuhör-Experimente mit einer Kollegin vor.
Ich studiere ‚deep listening – a composers’ sound practice’ (Pauline Olivieros) und dessen Hör-Übungen wie bspw. ‚Wieviele Klänge kannst du gleichzeitig hören?‘. Parallel bin ich zweiwöchentlich 3h im Proberaum für Tanz und movement-research. Ich nutze dazu Wal- und Delfingesänge, imitiere diese stimmlich und tänzerisch für Embodiment und erkunde dessen Wirkung auf Stimmung und Geist.
Beobachtung: Zuhören und Achtsamkeit stärkt Präsenz, Balance und Wohlbefinden.

Phase 3 ‚deep listening – solo und partizipativ‘ (29.1. – 5.3.2021)
Täglich 5h Meditation in Stille und in Bewegung über Laufen, Tanz und Kampfkunst im Park als Zuhörpraxis. Parallel zweiwöchentlich 3h im Proberaum für Tanz, movement-research, Generierung von Bewegungsmaterial. Ich experimentiere mit slow motion, Stimme, japanischer Shaigon-Musik, Katsugen Undo, Raum, Atem, Rhythmus und entwickle Impro-Scores. Ich führe Interviews plus Hörübungen mit Expertinnen für die das Zuhören wichtiger Bestandteil ihrer Arbeit ist.
Meine online-Unterrichte nutze ich mit Teilnehmern als Zuhör-Experimentierfeld. Beobachtung: Zuhören fördert Verständnis und Perspektivenwechsel im Miteinander, dadurch Begegnung und Offenheit gegenüber Unbekanntem statt Interpretation und Vorurteil. Zuhören fördert das ‚gesehen und gehört werden‘, darüber Vertrauen.

Phase 4 ‚Dis-Tanz, Rückzug und Intensivität‘ (6.3. – 16.4.2021)
Reduzierung von Kontakten und Kommunikation auf Geschäftliches.
Tägliches Training von Tanz, Laufen, Kampfsport, Spaziergänge in Stille draußen. Dazu Proben mit bewusster Mittel-Reduzierung, max. Musikeinsatz für warmup und Sounds für Bewegungen, Improvisation mit Körper, Stimme und Raum. Arbeitsaufenthalt 2.-16.4.2021 im Edvard-Munch-Haus Warnemünde (Künstlerhaus) für Rückzug und Dis-Tanz vom Home-Office. Dort Arbeiten in Stille mit Lauf- und Tanztraining, Meditation, Bewegungsrecherche, Improvisationen, Video- und Audio- Aufnahmen als Mittelgenerierung am Meer, im Park, Wald bzw. öffentlichen Raum.

Phase 5 ‚Abschluss, Filtern, Auswertung‘ (17. – 30.4.2021)
Review von Recherche, Prozess, Beobachtungen, Dokumentation Audio/Video/Fotos. Filtern und Auswertung von Beobachtungen, Mitteln, Bewegungsmaterial. Pre-Entscheid für Performance-Entwicklungsansatz: Reduzierung/Solo-partizipativ.