Collaboral Movement

collaboral
– ist ein von mir frei erfundenes Kunstwort und leitet sich ab von collaboration, labour, Labor, collective, color, collage, communication, community, collective, oral und natural
– steht künstlerisch und sinnstiftend für Zusammenarbeit, Arbeit, Labor, Experimentierraum, Produktionsstätte, Gemeinschaft, Begegnung, Network, Kommunikation, Austausch, Vielfalt und Natürlichkeit/Authentizität
– denkt, experimentiert und arbeitet spartenübergreifend, interdisziplinär, prozess- und anwendungsorientiert, wechselseitig mit Fähigkeit zum Perspektivenwechsel
– lässt künstlerische Praxis aus Tanz, Performance, Theater, Musik, Design, Architektur, bildende Künste unter Einbezug experimenteller Körper-, Geist-, Bewusstseinsarbeit zu gesellschafts-politischen Themen zusammenfließen
– ist kollaboratives interdisziplinäres Denken, Arbeiten und Handeln

movement
bedeutet Bewegung und steht für die körperliche (äußere) Bewegung, die geistige (innere) Bewegung, die soziale Bewegung, die politische Bewegung, die tänzerische Bewegung, die künstlerische Bewegung. collaboral movement vereint die innere und äußere Bewegung, die individuelle und gemeinschaftliche, die passive und aktive, die selbst- und gesellschaftsverantwortliche Bewegung.

collaboral movement
ist eine von mir im Jahr 2018 wandelbare künstlerische, hybride, gesellschafts-politische Bewegung, pARTizipatives künstlerisches Experiment, Kunstform(at) und kreatives Tool-Kit zur Erfahrung und Kultivierung von Demokratie, Humanität, beneficial creative mindsets, Empowerment und Gesundheit durch Tanz, Performancekunst, experimentelle Körper- und Bewusstseinsarbeit und Body-Mind-Balance-Techniken.

collaboral movement ist ein sich permanent entwickelndes, wandlungsfähiges, prozessorientiertes lebendiges Kunstwerk oder vielmehr partizipatives künstlerisches Experiment, welches sich in Ausdruck und Gestalt von partizipativen Performances (alt. Workshop) samt Erfahrungsaustausch und Diskussion entfaltet und behauptet – je nach Perspektive und mindset des Betrachters.
Partizipierenden (aktiv/passiv) ist frei gestellt, was sie vor, während oder nach dem Experiment erleben (Performance, reine Erfahrung, living sculpture, tableaux vivants, Körperlandschaft…).
Es behauptet das Experimentieren, die künstlerische Praxis, den Kunstakt an sich als Kunst.
Es experimentiert mit dem ‚wie wir sehen, wahrnehmen und denken’ und hinterfragt das meist erzogene, gelehrte, konditionierte, kulturell (Logik orientierte) bedingte ‚was wir sehen‘.
Die Kunst oder Modus des ‚wie‘, also ‚Wie sehen wir‘, ‚Wie wollen wir miteinander leben, arbeiten oder sein‘ oder ‚Wie arbeite ich‘ – tendenziell als prozess- und handlungsorientiert- als das gewohnte ‚Was‘ faktisch, eher statisch und unbeweglich, bietet mehr kreativen Gestaltungsraum.

collaboral movement als partizipative Performances
– produziert Kunst, vermittelt Kunst, macht Kunst zugänglich und gemeinsam erlebbar
– vermittelt künstlerische Praxis als creative tool zur Kreativitätssteigerung
– inspiriert zu Diversity und interdisziplinärer Denk- und Arbeitsweise
– nutzt Kunst und künstlerische kreative Praktiken in Kopplung mit body mind balancing Praktiken (Stichwort ‚Zentrierung‘ und ‚brain recovery‘) als Werkzeug für Empowerment und Brücke für ein offenes gesellschaftliches Miteinander und Transformation
– ist künstlerische Strategie für politisches und gesellschaftliches Engagement und Bewusstsein

collaboral movement als Workshop
künstlerische Forschungs- und Erlebnisreise für Körper, Geist und Sinne mit Tanz (Contemporary, Improvisation, Contact, freier Tanz), Performancekunst sowie experimenteller Körperarbeit mit Elementen aus Yoga, BMC und Shiatsu.
Für alle, die ihr Kreativpotential entdecken wollen und Lust auf Bewegung und community haben. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Zentrale Frage meiner künstlerischen Arbeit
– Wie wollen wir miteinander leben, arbeiten, wohnen und Zukunft gestalten?
– Wie können wir eine gesellschaftliche, politische und wirtschaftliche Balance unter Berücksichtigung

Vision und Ziele meiner künstlerischer Arbeit
– Kunst und künstlerische Praktiken als Werkzeug für innovatives prozessorientiertes Arbeiten sowie offenes und vielfältiges (diversity) gesellschaftliches Miteinander in Zeiten von Klimawandel, Krisen, Digitalisierung und Globalisierung nutzen
– die Bedeutung von Kunst und Kultur für unsere Gesellschaft ins Bewusstsein rücken und für künstlerische Arbeit mehr Wertschätzung, Anerkennung und bessere Bezahlung erreichen
– Kunst und Kultur als Demokratiestabilisator und notwendiges kritisches Korrektiv vom Staat näher ins Bewusstsein rücken und damit gleichzeitig stärker in gesellschafts-politische und nachhaltig wirtschaftliche unternehmerische Prozesse einbinden
– den (Mehr)wert von künstlerischer Praxis, Kunst und Kultur für Individuum, Gesellschaft, Politik, Wirtschaft und Gesundheit aufzeigen und vermitteln

Die Bedeutung von Kunst und Kultur
„Kunst und Kultur haben eine herausragende Bedeutung für die Gesellschaft. Sie spiegeln gesellschaftliche Debatten wider, sie bieten Reibungsflächen zur Auseinandersetzung mit der Wirklichkeit, sie weisen über das alltägliche Geschehen hinaus. Kunst und Kultur sind Ausdruck des menschlichen Daseins. Die Auseinandersetzung mit Kunst und Kultur verweist auf die Vergangenheit und den Umgang mit überbrachten Werten, sie hat zugleich eine zukunftsgerichtete Dimension und beinhaltet Visionen einer künftigen Gesellschaft. Im Umgang mit Kunst und Kultur zeigen sich also die Diskurse der Gesellschaft. Kunst und Kultur wird eine herausragende Bedeutung für die gesellschaftliche Entwicklung beigemessen. In einer multiethnischen Gesellschaft gewinnen Kunst, Kultur und kulturelle Bildung eine zunehmende Bedeutung, um Integration zu befördern und die positiven Elemente kultureller Vielfalt herauszustellen.“
(Statement des Deutschen Kulturrats in der Sonderauswertung der Erhebung zur Zeitverwendung für Kultur und kulturelle Aktivitäten in Deutschland 2016 des statistischen Bundesamtes)

Was ist Performancekunst?
‚Eine Performance ist eine geistige und körperliche Konstruktion, die der/die Künstler*in zu einer bestimmten Zeit an einem Ort vor einem Publikum vorführt.
Dann kommt es zum Energie-Dialog.
Das Publikum und Künstler*in gestalten das Stück zusammen.
Es geht um das Hier und Jetzt in Echtzeit.
Eine Performance kann man nicht proben, weil viele Dinge nicht geprobt werden können.‘
(Zitat TED-Vortrag, Marina Abramovic, Performancekünstlerin)

Performance Art in sozialen Veränderungsprozessen
Inszenierungen begegnen uns heute in unterschiedlichen sozialen, künstlerischen, kulturellen und medialen Kontexten: Als Events in Bereichen von Kunst, Sport, Politik, Wirtschaft, Medien und Kultur beeinflussen sie unsere gesellschaftliche Wirklichkeit.
Performance Art als transdisziplinäre Kunstform sensibilisiert durch ihre Handlungs- und Gegenwartsbezogenheit unsere Wahrnehmung für diese gesellschaftlichen und kulturellen Inszenierungsformate. Mittels partizipativer Gestaltungsformen und Anwendung verschiedener künstlerischen Verfahrensweisen eröffnet die performative Arbeit einen Zwischenraum, in dem mit gewohnten sozialen Beziehungs- und Handlungsmustern experimentiert und darüber neue Wirklichkeiten entworfen, ausgehandelt und erprobt werden können. In diesem Sinne geht es in der performativen Kunst nicht um das Abbilden von Wirklichkeit, sondern darum in einer sinnlich erfahrungsbezogenen Auseinandersetzung mit anderen Akteuren und Materialitäten neue Sinnes- und Bedeutungsstrukturen und damit neue soziale Wirklichkeiten zu erzeugen.
(Text Medical School Hamburg, University of Applied Sciences and Medical University Hamburg)

Was Kunst kann
5 Einsatzgebiete für Psyche, Körper und Umwelt
(Artikel aus Psychologie heute vom 3. April 2020)
https://www.psychologie-heute.de/gesundheit/40458-was-kunst-kann.html#page

Soft-Skills von Künstler*innen (Nutzen und Anwendbarkeit)
– was lehrt und fördert künstlerische Praxis
– vielseitig anwendbar in Unternehmensberatung, Produktentwicklung, Krisenmanagement, Problemlösung, Vermittlungsarbeit, Wissenstransfer/Übersetzungsarbeit von Politik, Bildung, Gesundheit…

Kreativität – lösungsorientiertes Handeln
Interdisziplinarität
Experimentierfreude
Erfindergeist
Innovationsdenken
Prozessorientierung statt reine Zielorientierung (bewahrt geistige Offenheit, fördert Erleben, bewahrt Offenheit/Neugierde für Unerwartetes)
Risikobereitschaft
(Selbst)verantwortung
Mut zum Scheitern
kritisches Denken
Perspektivenwechsel
Kooperations/Teamfähigkeit
Empathie
Lebendigkeit
Offenheit und Toleranz
Neugierde
Mut zu Neuem und Unbekannten
Spieltrieb, Spiel
Zuhören
Präsenz
Austausch
soziales Handeln
Miteinander
Selbstwirksamkeit
individueller Ausdruck
interkulturelle Fähigkeiten
Mehrsprachigkeit (dazu Körpersprache)
hohe Motivation
Leistungsbereitschaft
Lernbereitschaft
Selbstbehauptung
Selbststeuerung
vielfältiges Ausdrucksvermögen
Konfliktmanagement
Kritikfähigkeit
Verhandlungsfähigkeit
Analysefähigkeit
Beurteilungsvermögen
konzeptionelle Fähigkeit
Fähigkeit zu kontrollieren
Fähigkeit zu delegieren
Nutzen/Anwendbarkeit von Wissen und Information
Organisationsfähigkeit
Problemlösefähigkeit
Belastbarkeit – Stressbewältigung
Veränderung initiieren und umsetzen
Zeitmanagement
Zukunftsfähigkeit/Vorausschau
Umweltbewusstsein
kundenorientierung
höhere Bewusstseinszustände
transformative Prozesse
Geduld
Ausdauer
Selbstdisziplin
Menschlichkeit
Verantwortungsübernahme
Anpassungsfähigkeit
Auftreten
Ausdauer – Durchhaltevermögen
Authentizität
Entscheidungsfähigkeit
Fähigkeit zur Selbstreflexion
Flexibilität
Initiative ergreifen können
Gesundheit und Balance für Körper, Geist und Seele

COLLABORAL MOVEMENT, PERFORMANCE GARTEN, KÖLN, 2018

collaboral movement session im Rahmen des Performance Garten Festivals, Künstlerhaus Rhenania, Oktober 2018, Köln
Fotos © Jakob Sponholz


COLLABORAL MOVEMENT, MUSEUM DER ARBEIT, HAMBURG, 2019

collaboral movement performance session im Rahmen der Sonderausstellung ‚Out of office – Wenn Roboter und KI für uns arbeiten‘ im März 2019, Museum der Arbeit, Hamburg, Fotos © Oliver Waldmeier, Christin Zarzinsky

TERMINE FÜR PERFORMCES UND WORKSHOPS
(siehe unter AGENDA auf meiner Website)