Collaboral Movement

collaboral leitet sich ab collaboration, labour, Labor, collective, color, collage, communication, community, oral und natural.
collaboral steht künstlerisch und sinnstiftend für Zusammenarbeit, Arbeit, Labor, Experimentierraum, Produktionsstätte, Gemeinschaft, Begegnung, Network, Kommunikation, Austausch, Vielfalt und Natürlichkeit/Authentizität.
Ferner meint collaboral multi-art bzw. multi-disciplines, dass heißt der Zusammenschluss diverser Sparten wie Tanz, Performance, Theater, Musik, Design, Architektur, bildende und mediale Künste unter der Einbeziehung von Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft.

collaboral movement als partizipative Performances
– produziert Kunst, vermittelt Kunst, macht Kunst zugänglich und gemeinsam erlebbar
– bringt unterschiedlichste Menschen (Alter, Herkunft, Bildung, gender etc) aus unterschiedlichen Branchen zu relevanten Themen (Gesellschaft, Politik, Wirtschaft) über künstlerische Praxis zusammen
– nutzt Kunst als Werkzeug für Empowerment und Brücke für ein offenes gesellschaftliches Miteinander und Transformation
– ist künstlerische Strategie für politisches und gesellschaftliches Engagement und Bewusstsein

collaboral movement als Workshop
künstlerische Forschungs- und Erlebnisreise für Körper, Geist und Sinne mit Tanz (Contemporary, Improvisation, Contact, freier Tanz), Performance sowie experimenteller Körperarbeit mit Elementen aus Yoga und Shiatsu.
Für alle, die ihr Kreativpotential entdecken wollen und Lust auf Bewegung und community haben. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Zentrale Fragen und Anliegen meiner künstlerischen Arbeit
– Wie wollen wir miteinander leben, arbeiten, wohnen?
– Wie können wir Kunst und künstlerische Praktiken als Werkzeug für innovatives prozessorientiertes Arbeiten sowie offenes und vielfältiges gesellschaftliches Miteinander in Zeiten von Klimawandel, Krisen, Digitalisierung und Globalisierung nutzen?
– Wie kann die Bedeutung von Kunst und Kultur für unsere Gesellschaft in ein neues Licht gerückt und künstlerische Arbeit mehr Wertschätzung erfahren?

Die Bedeutung von Kunst und Kultur
„Kunst und Kultur haben eine herausragende Bedeutung für die Gesellschaft. Sie spiegeln gesellschaftliche Debatten wider, sie bieten Reibungsflächen zur Auseinandersetzung mit der Wirklichkeit, sie weisen über das alltägliche Geschehen hinaus. Kunst und Kultur sind Ausdruck des menschlichen Daseins. Die Auseinandersetzung mit Kunst und Kultur verweist auf die Vergangenheit und den Umgang mit überbrachten Werten, sie hat zugleich eine zukunftsgerichtete Dimension und beinhaltet Visionen einer künftigen Gesellschaft. Im Umgang mit Kunst und Kultur zeigen sich also die Diskurse der Gesellschaft. Kunst und Kultur wird eine herausragende Bedeutung für die gesellschaftliche Entwicklung beigemessen. In einer multiethnischen Gesellschaft gewinnen Kunst, Kultur und kulturelle Bildung eine zunehmende Bedeutung, um Integration zu befördern und die positiven Elemente kultureller Vielfalt herauszustellen.“  (Statement des Deutschen Kulturrats in der Sonderauswertung der Erhebung zur Zeitverwendung für Kultur und kulturelle Aktivitäten in Deutschland 2016 des statistischen Bundesamtes)

Was ist Performancekunst?
‚Eine Performance ist eine geistige und körperliche Konstruktion, die der/die Künstler*in zu einer bestimmten Zeit an einem Ort vor einem Publikum vorführt.
Dann kommt es zum Energie-Dialog.
Das Publikum und Künstler*in gestalten das Stück zusammen.
Es geht um das Hier und Jetzt in Echtzeit.
Eine Performance kann man nicht proben, weil viele Dinge nicht werden können.‘
(Zitat TED-Vortrag, Marina Abramovic, Performancekünstlerin)

Performance Art in sozialen Veränderungsprozessen
Inszenierungen begegnen uns heute in unterschiedlichen sozialen, künstlerischen, kulturellen und medialen Kontexten: Als Events in Bereichen von Kunst, Sport, Politik, Wirtschaft, Medien und Kultur beeinflussen sie unsere gesellschaftliche Wirklichkeit.
Performance Art als transdisziplinäre Kunstform sensibilisiert durch ihre Handlungs- und Gegenwartsbezogenheit unsere Wahrnehmung für diese gesellschaftlichen und kulturellen Inszenierungsformate. Mittels partizipativer Gestaltungsformen und Anwendung verschiedener künstlerischen Verfahrensweisen eröffnet die performative Arbeit einen Zwischenraum, in dem mit gewohnten sozialen Beziehungs- und Handlungsmustern experimentiert und darüber neue Wirklichkeiten entworfen, ausgehandelt und erprobt werden können. In diesem Sinne geht es in der performativen Kunst nicht um das Abbilden von Wirklichkeit, sondern darum in einer sinnlich erfahrungsbezogenen Auseinandersetzung mit anderen Akteuren und Materialitäten neue Sinnes- und Bedeutungsstrukturen und damit neue soziale Wirklichkeiten zu erzeugen.
(Text Medical School Hamburg, University of Applied Sciences and Medical University Hamburg)

Soft-Skills von Künstler*innen / was lehrt und fördert künstlerische Praxis
Kreativität, Risikobereitschaft, Mut zum Scheitern, kritisches Denken, Lösen von Problemen, Perspektivenwechsel, Kooperation, Empathie, Lebendigkeit, Offenheit und Toleranz, Neugierde, Mut zu Neuem und Unbekannten, Spieltrieb, Erfindergeist, Innovationsdenken, Zuhören, Präsenz, Austausch, soziales Handeln, Miteinander, Mitgefühl, Selbstwirksamkeit, individueller Ausdruck, interkulturelle Fähigkeiten, Mehrsprachigkeit (dazu Körpersprache), hohe Motivation und Leistungsbereitschaft, höhere Bewusstseinszustände, transformative Prozesse, Menschlichkeit, Verantwortungsübernahme, Gesundheit und Balance für Körper, Geist und Seele

COLLABORAL MOVEMENT, PERFORMANCE GARTEN, KÖLN, 2018

collaboral movement session im Rahmen des Performance Garten Festivals, Künstlerhaus Rhenania, Oktober 2018, Köln
Fotos © Jakob Sponholz


COLLABORAL MOVEMENT, MUSEUM DER ARBEIT, HAMBURG, 2019

collaboral movement performance session im Rahmen der Sonderausstellung ‚Out of office – Wenn Roboter und KI für uns arbeiten‘ im März 2019, Museum der Arbeit, Hamburg, Fotos © Oliver Waldmeier, Christin Zarzinsky

TERMINE FÜR PERFORMCES UND WORKSHOPS
(siehe unter Dates auf meiner Website)